CDU
„Griff in die unterste Schublade des widerlichen Antisemitismus“
31. Oktober 2003 Empörung haben angebliche antisemitischen Äußerungen des hessischen CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann bei Politikern und dem Zentralrat der Juden ausgelöst.
Nach einem Bericht des Hessischen Rundfunks (HR) vom Donnerstag soll Hohmann in einer Rede den Holocaust verharmlost und Juden zugleich als „Tätervolk“ bezeichnet haben. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, sprach in den ARD-„Tagesthemen“ von „einem Griff in die unterste Schublade des widerlichen Antisemitismus“.
CDU-Generalsekretär Meyer: „Unerträglich“
Der HR berichtete, Hohmann habe bei seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in seinem Heimatort Neuhof bei Fulda gesagt, vor allem jüdisch-stämmige Bolschewisten seien für die Verbrechen während der kommunistischen Revolution in Rußland verantwortlich.
* Scheint historisch zu stimmen: Trotzky war Jude, was m.e. nicht zu bedeuten hat.
„Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tscheka-Erschießungskommandos aktiv. Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als Tätervolk bezeichnen“, zitiert das hessen-Fernsehen Hohmann weiter.
Spiegel sagte, er habe mit CDU-Chefin Angela Merkel telefoniert, und „sie teilt meine Auffassung“, womit er zufrieden sei. CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer nannte Hohmanns Aussagen in der ARD „unerträglich“ und kündigte ein Gespräch mit ihm an.
Hessen-CDU distanzierte sich
Der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz forderte Hohmann indirekt zum Rücktritt auf: „Ich denke, dass im Deutschen Bundestag kein Platz ist für Antisemitismus“, sagte er ebenfalls in der ARD. Seine Aussagen seien eine „unglaubliche Grenzüberschreitung.
* Es ist mir unklar, ab welchem Jahr aus "Geschichte" , "Revisionismus" wird. War Kaiser Titus (Vertreibung der Juden aus Israel, 69 nChr.), antisemit? Wann werden Sanktionen gegen Italien verhängt?
Die Unions-Fraktion müsse dies unbedingt klären. Die hessische SPD forderte den Ausschluss Hohmanns aus der CDU- Bundestagsfraktion.
In dem HR-Beitrag sagte Dieter Graumann von der jüdischen Gemeinde in Frankfurt, er sei angewidert. „Der Antisemetismus in Deutschland ist über die Stammtische gewandert und im Deutschen Bundestag angekommen.“
Die Hessen-CDU distanzierte sich ebenfalls von Hohmanns Äußerungen. „Diese Haltung und Sprache Hohmanns ist nicht die unsrige“, erklärte der Generalsekretär des Landesverbandes, Michael Boddenberg, in Wiesbaden. Zudem forderte er Hohmann auf, „derart unhistorische, falsche und unakzeptable Äußerungen zu unterlassen“.
Nach Angaben des hessischen Rundfunks hatte der CDU-Verband Neuhof die Rede auf seiner Internet-Seite veröffentlicht. Am Donnerstagabend war sie dort nicht mehr zu finden.
Text: dpa
* Der nächste Fallschirmspringer. Besser: da Neuhof am Rande der Rhön liegt, kann Hohmann dort wunderbar Drachenfliegen![]()




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selber schuld!

(puh... jetzt geht es mir schon besser

