http://www.spiegel.de/politik/deutsc...287934,00.html
CDU/CSU:
Passau/Vilshofen - In Passau warf Edmund Stoiber der rot-grünen Koalition "Dilettantismus" vor. Den 8000 Zuhörern in der neuen Dreiländerhalle rief er heute zu: "Schluss mit dem Pfusch von Rot-Grün. Tretet ab".
Kanzler Gerhard Schröder habe Deutschland weiter "in den Schuldenstaat getrieben". Außerdem bedeute "Rot-Grün Massenarbeitslosigkeit". Schröder hätte nicht nur als SPD-Chef, sondern auch als Kanzler zurücktreten müssen: "Darauf wartet Deutschland!" Bei der Wahl in Hamburg müsse der Bundesregierung die rote Karte gezeigt werden, forderte Stoiber. Deutschland brauche jetzt "erfahrene Leute", die "das Land wieder nach vorne bringen". Deutschland habe es nicht verdient, "von solchen Banausen regiert zu werden."
Stoiber drohte wegen der Verzögerungen beim Maut-System mit einem Untersuchungsausschuss. Wenn es jetzt nach der Kündigung der Verträge keine schnelle Lösung gebe, sei umfassende Aufklärung nötig.
Auch vor der deutschen Wirtschaft machte der CSU-Chef in einer wütenden Rede keinen Halt: Er warf ihr Feigheit bei der Durchsetzung von Reformen vor. Die Unternehmer könnten nicht immer nur Forderungen an die Politik stellen und selbst zu "feige" für die gesellschaftliche Auseinandersetzung sein. Wenn es darum gehe, einen Konflikt durchzustehen, "dann ziehen sie den Schwanz ein und schieben den Schwarzen Peter an die Politik", sagte Stoiber wörtlich.
SPD: Merz hat zu lange besoffen vor dem Bierdeckel gesessen
In Vilshofen entgegnete der designierte SPD-Vorsitzende Franz Müntefering vor etwas mehr als 500 Zuhörern, seine Partei werde auch in Zukunft dafür sorgen, dass es in Deutschland Frieden und Wohlstand gebe. Es gebe allen Grund, auf die SPD "stolz zu sein".
Der SPD-Fraktionschef schloss im Wolferstetter Keller weitere Steuersenkungen aus: "Wer will, dass der Staat handlungsfähig bleibt, der muss dafür sorgen, dass er auch seine Aufgaben erfüllen kann." Wer so etwas wolle, "verjubelt das Geld" für die Bildung und für die sozialen Systeme.
"Wer in diesem Land Reformen will, will die Gesellschaft neu aufstellen", sagte er. Wenn die SPD die notwendigen Weichen nicht stelle, würden Union und FDP "Kleinholz schlagen" und unsoziale Reformen wie eine Abschaffung der Tarifautonomie durchsetzen. Die SPD werde nicht Vertrauen zurückgewinnen, indem sie den Menschen etwas verspreche, sondern die Wahrheit über die jetzige Lage vor Augen führe und sage: "Habt Mut und geht voran."
Als unrealistisch kritisierte er die Aussage von CDU-Mann Friedrich Merz, es müsse möglich sein, die Steuererklärung künftig auf einem Bierdeckel zu machen: "Das kann man nur sagen, wenn man ganz lange vor dem Bierdeckel gesessen hat und sich total besoffen hat." ()
Müntefering warf der Union Verrat an den deutschen Interessen vor. Führende Unions-Politiker hätten die EU aufgefordert, Deutschland wegen des zu hohen Haushaltsdefizits zu verklagen. Dies sei eine "miese Art", das eigene Land zu vertreten.
Der Spitzenkandidat der SPD bei der Europawahl, Martin Schulz, nannte den Widerstand der CSU gegen einen möglichen EU-Beitritt der Türkei "heuchlerisch". Es gehe der Union lediglich darum, "Bevölkerungsgruppen aufeinander zu hetzen".
FDP: Das "bisschen Bimmelbahnreform" reicht nicht aus
Neben Stoiber attackierte auch FDP-Chef Guido Westerwelle die Bundesregierung scharf. Rot-Grün habe auf die Strukturkrise Deutschlands zu spät und zu oberflächlich reagiert, kritisierte Westerwelle in Passau vor weniger als 200 Liberalen. Das "bisschen Bimmelbahnreform" des vergangenen Jahres reiche nicht aus. Ergebnisse rot-grüner Politik seien die höchste Arbeitslosenquote, der höchste Schuldenstand, die größte Pleitewelle, fehlendes Wirtschaftswachstum und eine reale Rentenkürzung.
Deutschland sei so zum Schlusslicht der Europäischen Union geworden. Er sagte: "Das Beste wären Neuwahlen, damit wieder ein Ruck durch Deutschland gehen kann." Das Maut-Desaster zeige zudem, dass die Bundesregierung eine "Ansammlung von Realsatire" sei.
Die bayerische FDP-Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger nahm sich hingegen die bayerische Staatsregierung vor: Stoiber habe die Bürger vor den Landtagswahlen getäuscht, sagte sie. "In einem parlamentarischen Lügen-Ausschuss sähe Stoiber genauso schlecht aus, wie Schröder in Berlin aussah."
Bei weiteren Veranstaltungen zum politischen Aschermittwoch sprach am Vormittag Grünen-Chef Reinhard Bütikofer in Passau, am Abend wird Schröder in Düsseldorf reden und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel in Demmin in Vorpommern.
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Ich bin am überlegen ob ich nicht in die SPD eintreten soll...![]()




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Rispondi Citando
)
) und so wie es aussieht wird das 2006 wohl auch bundesweit passieren... schon bei dem Gedanken kriege ich Depressionen!
werden nur noch von Türken, alt-bolchewiken und 68er-Gutmenschen gewählt.
