Jörg Haider hat die Landtagswahlen in Kärnten haushoch gewonnen, obwohl die FPOE in anderen Teilen Oesterreichs, z.b. in Salzburg, rückläufig ist. Der Wiener Koalitionspartner OEVP musste lawinenartige Verluste einstecken, nicht zuletzt weil die OEVP-Kandidatin Scheucher (Ehefrau des Klagenfurter Bürgermeisters) öffentlich erklärt hatte, mit ihrer Kandidatur hauptsächlich Haiders Wiederwahl verhindern zu wollen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass dieser Wahlsieg hauptsächlich auf die Persönlichkeit Haiders und auf seine Erfolge in Kärnten zurückzuführen ist, während die FPOE als Partei in weiten Teilen des Landes sich immer noch nicht von der Spaltung und von den Defektionen erholt hat. In Kärnten dagegen, welches unter Haider einen beachtlichen Quantensprung machte, mit einem steilen Anstieg der Beschäftigung durch Ansiedlung von umweltverträglichen Industrien, mit einer Steigerung und qualitativer Verbesserung des Angebots im Gastgewerbe und mit einer vorbildlichen sozialen Infrastruktur, die das vielleicht modernste Krankenhaus Oesterreichs und eine fortschrittliche Familien- und Seniorenpolitik einschliesst, ist die Popularität Haiders ungebrochen. Es ging so weit, dass ein SPOE-Abgeordneter von seiner Partei ausgeschlossen werden musste, weil er im Wahlkampf öffentlich für Haider warb.
Für die Anreiner-Regionen ist es nun wichtig, ob und wie die Kärntner Erfolgsstory erneut über die Grenzen schwappen wird.
Einige Pressestimmen (aus www.fpoe.at):
Internationale Pressestimmen zum Wahlsieg Jörg Haiders und der Kärntner FPÖ
Die "Financial Times Deutschland" schrieb: "Der Rechtspopulist Jörg Haider hat sich mit einem Paukenschlag in der österreichischen Politik zurückgemeldet. Haiders Wiederwahl für eine fünfjährige Amtsperiode als Landeshauptmann (Ministerpräsident) steht damit nichts mehr im Weg."
Süddeutsche Zeitung: "Entgegen dem Trend im ganzen Rest des Landes hat die FPÖ nochmals zulegen können. Haider ist damit der Anspruch auf das Amt des Landeshauptmannes (Ministerpräsidenten) nicht zu nehmen."
Der Rheinische Merkur schreibt unter dem Titel "Der Triumph des Jörg Haider": "Allen Umfragen zum Trotz (...) blieb die FPÖ am Sonntag die stärkste Partei im Landtag von Klagenfurt. Sie konnte sogar noch Stimmen gewinnen. Es war ein persönlicher Triumph für den 54-Jährigen, der einen Sieg der Sozialdemokraten noch einmal verhindern konnte."
"Dernieres Nouvelles d'Alsace" meinte am Montag (Online-Ausgabe): "Haider ist zurück. Das Ergebnis von Kärnten ist also vor allem ein persönlicher Erfolg Haiders, der aus diesem Wahlgang gestärkt hervorgeht."
Die römische Tageszeitung "La Repubblica" schreibt am Montag über den Sieg Jörg Haiders bei den Landtagswahlen in Kärnten: "Eine Rückkehr auf die Bühne im großen Stil für Jörg Haider. (...)"
Die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" meinte: "Kärnten setzt Haider wieder auf Erfolgskurs. (...) Haider bestätigte die Resultate des Wahlgangs vor fünf Jahren (...)"
Die Mailänder Tageszeitung "Il Giornale": "Haider, eine Persönlichkeit, der viele Überraschungen beschert, hat für einen Trendwechsel gesorgt und einen eklatanten Sieg in Kärnten, seiner Hochburg, geerntet."
Die auflagenstärkste Zeitung Tschechiens "Mlada fronta Dnes" schreibt zur Landtagswahl in Kärnten, die FPÖ habe die Position der stärksten Partei in Kärnten behauptet. "Damit haben sich die Prognosen nicht bestätigt, die einen Popularitätsverlust der Freiheitlichen und den Rückzug des kontroversen einstigen Parteichefs und jetzigen Kärntener Landeshauptmanns Jörg Haider in den Hintergrund voraussagten", schreibt das rechtsliberale Blatt.
Auch das linksliberale Blatt "Pravo" berichtete, die FPÖ habe die "Position des stärksten politischen Subjekts in Kärnten verteidigt". Gleichzeitig hob die Zeitung den Stimmenzuwachs für die SPÖ in Kärnten und einen "klaren Sieg" in Salzburg hervor.
Die slowakische Tageszeitung "Pravda" über die Landtagswahlen in Kärnten: "Jörg Haider hat gestern seinen größten Erfolg verzeichnet. In Kärnten werden auch weiterhin er und die Freiheitlichen regieren. Seine perfekte Wahlkampagne, die auch die überraschten Meinungsforschungsexperten würdigen, zahlte sich aus."




Rispondi Citando
