Aus www.fpoe.at, 09.10.04
Partik-Pablé: Kann in den Jubel über Jelinek nicht einstimmen
Man soll nicht vergessen, dass Jelinek Österreich seit Jahren in den Dreck zieht
Kritisch äußerte sich heute die freiheitliche Kultursprecherin Helene Partik-Pablé zur Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Elfriede Jelinek. „Ich will natürlich die allgemeine Feierstimmung nicht trüben, aber die Angelegenheit ist doch aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten“, meinte Partik-Pablé in Anspielung auf das von Jelinek verhängte Aufführungsverbot ihrer Stücke nach dem Regierungswechsel 2000.
Einerseits sei es natürlich erfreulich, dass eine Österreicherin diese Auszeichnung erhalte. Aber andererseits sollte man aber nicht vergessen, dass Elfriede Jelinek Österreich seit Jahren „genussvoll in den Dreck“ ziehe. „Wirklich ungetrübt freuen kann man sich also nicht darüber, vor allem, da sich ja der Autorin durch den Nobelpreis nun ein größerer internationaler Leserkreis erschließen wird und ihr doch etwas bizarres Österreichbild noch mehr verbreitet wird“, sagte die FPÖ-Kultursprecherin.
Natürlich sei der Literaturnobelpreis eine bedeutende Auszeichnung. Man sollte aber darüber nicht vergessen, wer ihn aller nicht bekommen hat, wie etwa James Joyce, Franz Kafka, Robert Musil, Virginia Woolf oder Friedrich Dürrenmatt. Während man über die literarische Qualität von Nobelpreisträgern wie Henryk Sienkewicz oder Winston Churchill höchst geteilter Meinung sein könnte. „Das relativiert die ganze Angelegenheit doch etwas“, meinte Partik-Pablé.




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