TRAUNSTEIN

Das Geheimnis der blutenden Madonna

Seit Wochen rätseln die Menschen im bayerischen Traunstein über den Ursprung eines mysteriösen Phänomens: Eine Marienfigur aus Gips blutet immer wieder aus Augen und Gliedmaßen. Redakteure einer Lokalzeitung wollen dem Geheimnis nun auf die Spur gekommen sein.

Traunstein - Es stehe außer Zweifel, berichtet das "Traunsteiner Tagblatt", dass das Phänomen einen irdischen Ursprung habe - und nicht etwa göttlicher Natur sei. Die Zeitung hatte eine Laborprobe in Auftrag gegeben, die beweist: Es handelt sich um echtes menschliches Blut.




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Blutverschmierte Marienstatue: Göttliche oder irdische Kraft?

Nach Angaben der Besitzerin der Madonna hatte die Figur seit Karfreitag mehrmals aus Augen und Gliedern geblutet. Sie selbst habe Marien-Erscheinungen gehabt und den Auftrag bekommen, auf das Leid in der Welt aufmerksam zu machen. Die Figur habe sie aus Polen mitgebracht.
Die Statue ist etwa 30 Zentimeter groß und steht in der Privatwohnung der als gläubig beschriebenen Frau. Die Reporter hatten zuvor berichtet, das Gesicht der Madonna sei, "wie es scheint", blutverschmiert. Blutspuren fänden sich auch an Händen, Füßen und dem weißen Gewand der Figur. Das Erzbischöfliche Ordinariat hat sich bislang nur äußerst skeptisch zu dem Fall geäußert.
Die beiden verantwortlichen Redakteure der Lokalzeitung sind sich jedenfalls sicher, die Urheber des vermeintlichen Wunders entlarvt zu haben. Namen nannten sie jedoch nicht. Nun wollen sie mit einem Vergleich von Blut- und Speichelproben ihre Vermutung beweisen. Größtes Problem: Die Personen, die in Frage kommen, weigern sich, bei dem Test mitzumachen.
ffr/dpa