Hallo,
letztens eine interessante BBC-Dokumentation, die über das Wesen von Terroristen handelte, Terrorismusforschung in den letzten Jahren verfolgte und wobei folgendes Fazit zu ziehen wäre: Jeder von uns kann ein potenzieller Terrorist werden.
Man untersuchte die verheerendsten Terrorattacken der letzten Jahrhunderte. Vom Anfang der ersten Terroristen, bis hin zu den Attacken in Madrid und London. Man verfolgte so gut es ging das vorherige Leben der Attentäter, studierte ihre Psyche, ihr Privatleben, die Hintergründe.
Daher kommen führende Terrorforscher zur Auffassung, dass es viele falsche Vorurteile über Terrorismus gibt:
1. Terroristen sind psychisch krank
Die Forscher fanden nur bei 0,5 % von mehreren hunderten Terroristen eine psychische Störung heraus. Bei den meisten konnte ganz eindeutig keine Störung festgestellt werden. Manche Attentäter benahmen sich noch kurz vor dem Anschlag wie völlig normale Menschen.
2. Die Religion ist schuld
Man fand gerade bei den moslemischen Terroristen heraus, dass die Religion nur eine sehr unter geordnete Rolle bei ihrer Entscheidung, sich zu "opfern", spielte. Die These mit den zig Jungfrauen im Paradies dient als Vorwand für die folgende Tatsache, und jetzt kommts:
Alle Terroristen haben eines gemeinsam: Gruppenzwang.
Die Forscher konnten kaum glauben, dass sie sonst keine Gemeinsamkeit zwischen den Terroristen herausfanden.
Zu vergleichen ist das Phänomen Terrorismus auf emotionaler Ebene mit dem unheimlichen Erfolg der NSDAP. So sind die oft genannten Gründe wie große Armut, Arbeitslosigkeit und Co. nur Nebeneffekte. Hauptgrund für den Erfolg der NSDAP, für die Ausschaltung so vieler Gehirne war die rießige Gemeinschaft, die es bis dato nicht gab, und eins der innersten Bedürfnisse, das sowohl positiv oder auch in diesem Fall negativ angewendet werden kann, ansprach: Die Gemeinschaft, die in allen Belangen zusammenhält. Die Gemeinschaft, die sich gegenseitig hochputscht. Die Gemeinschaft, die sich gegenseitig unter Druck setzt, zusammenhalten zu müssen, ohne Wenn und Aber.
Religionen sind Gemeinschaften. Sie bieten daher einen nahrhaften Boden für die Rekrutierung von Terroristen. Mit der inhaltlichen Religion selbst hat Terrorismus aber allerdings absolut nichts zu tun.
Wie haltet ihr von diesen Forschungen?
Ich bin davon fasziniert, und halte sie für völlig plausibel.




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