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    EURASIEN: die absolute Heimat

    Eurasien war schon immer da: allgegenwärtig in den unterschiedlichsten Auslegungen bodenverbundener Philosophen, Phönix aus der Asche im Hintergrund jeder imperialistischen Ideologie, neuerdings Ausdruck des Ur-Bewisstseins der Alten Welt und des Willens, sich einer von jenseits des Atlantiks angeordneten Globalisierung zu widersetzen. Ja, Eurasien hat immer Saison, sorgt für Eintracht zwischen Rechts und Links, kennt nur einen Feind: den Liberismus.
    Als Jörg Haider noch frei war, das zu sagen, was ihm richtig erschien, hatte er ein Buch verfasst "Befreite Zukunft jenseits von Rechts und Links". Hatte er unbewusst eurasische gedanken aufgegriffen?

    Mehr dazu in folgendem Beitrag aus www.faz.de.

    Nach dem Untergang des Abendlandes Die russischen Neoeurasier haben eine geopolitische Vision

    10. September 2006
    Unter der kaum aussprechbaren, aber dennoch populär gewordenen Bezeichnung "Neoeurasianismus" (neojewrazianstwo) hat sich in Rußland seit den mittleren neunziger Jahren ein neues politisches Denken durchgesetzt, das heute in vielen Parteiprogrammen und selbst in Regierungserklärungen zumindest als Spurenelement nachzuweisen ist. Sprecher und Organisator der neoeurasischen Bewegung ist der rastlos agierende Philosoph Alexander Dugin, von dem mehrere staatstheoretische und allgemein politikwissenschaftliche Werke vorliegen, der seine öffentliche Präsenz jedoch durch Fernsehauftritte, streitbare Interviews, publizistische Tageskommentare oder Grundsatzreden in der Duma markiert. Charakteristisch für den Neoeurasianismus insgesamt und für Dugin ist die Tatsache, daß die neue Lehre parteiübergreifend das ganze politische Spektrum von der extremen Rechten bis zur extremen Linken zu erfassen vermag, ausgenommen die liberale Mitte, deren Einstehen für Demokratie, Marktwirtschaft und Menschenrechte in neoeurasischer Optik als geradezu kriminelle Verirrung sich darstellt.


    Die absolute Heimat


    Zum Neoeurasianismus bekennen sich heute nicht nur einflußreiche Politiker, sondern auch viele angesehene Kulturschaffende, darunter der Kinoregisseur Nikita Michalkow und der kasachische Dichter Olshas Sulejmenow. Neoslawophile, Neofaschisten und Neostalinisten scheinen im politischen Horizont des Neoeurasianismus eine gemeinsame ideologische Heimat gefunden zu haben, dazu allerdings auch gemeinsame ideologische Feinde, zu denen neben den "Liberalen" auch so unterschiedliche Interessenträger wie die "Oligarchen", die "Freimaurer", die "Menschenrechtler", die "Westler", die "Kapitalisten" und, allen voran, die "Juden" gehören.


    Als Hauptwerk des neoeurasischen Denkens gilt Dugins tausendseitige Monographie über die "Grundlagen der Geopolitik", die seit 1996 in immer wieder neu konzipierten Editionen erscheint, ein autoritatives "Lehrbuch für alle Entscheidungsträger in den wichtigsten Sphären des rußländischen politischen Lebens", zugleich eine Rückschau auf frühere geopolitische Theoriebildungen und der Versuch, diese nun erstmals in eine "geopolitische Doktrin Rußlands" einzubringen. Diese Doktrin weist Rußland auf der Weltkarte die Schlüssellage zu, so daß auf deren Mittelachse Sibirien und der indische Subkontinent auf gleicher Breite zu liegen kommen und nicht, wie üblich, das westliche Europa zwischen Nordschweden und Süditalien.


    Dugins Lehre, die durch weitere Buchtitel wie "Die absolute Heimat", "Wege des Absoluten", "Mysterien Eurasiens" oder "Die russische Sache" repräsentiert ist, läuft nicht bloß auf die Kollision unvereinbarer Kulturen hinaus, sondern auf einen "unabwendbaren Großen Krieg der Kontinente, ein unaufhörliches Duell der Zivilisationen und deren tektonischen Zusammenprall" - West und Ost, Meer und Land, Atlantismus und Eurasiertum. Hier stehen sich Leviathan und Behemot in apokalyptischem Widerstreit gegenüber, und Rußland wird es letztlich beschieden sein, aus diesem Widerstreit als neue Weltmacht hervorzugehen: "Die Basis ist gelegt, die Grundprinzipien sind geklärt. Doch das ist erst der Anfang eines Weges, der uns nach der Logik der Dinge aus dem Abgrund zum Licht neuer russischer Himmelssphären und zum heiligen Fleisch der russischen Erde emporführen wird."


    Die bisweilen esoterisch anmutende Rhetorik, deren sich Dugin in seinen Programmschriften befleißigt, sollte nicht über den erbarmungslosen Rigorismus seines Denkens hinwegtäuschen. Es läßt alles hinter sich, was der Bolschewismus an Weltbeglückung imaginiert und als Weltrevolution gefordert hat. Die Geopolitik der Neoeurasier ist zugleich ein militanter Patriotismus, der die Heimat absolut setzt und ihr globale Dimensionen verleiht. Als seine Vorbilder und Gewährsleute zitiert Dugin - mit großem Respekt - vorwiegend westeuropäische Autoren, allen voran Karl Haushofer und Carl Schmitt, aber auch die exilrussischen "Eurasier" der zwanziger Jahre und deren letzten Nachfahren, den sowjetischen "Ethnogenetiker" Lew Gumiljow, der heute als Vordenker der neuen russischen Rechten hohen postumen Ruhm genießt.


    Schon das frühe Eurasiertum war ausgeprägt staatsgläubig und machtorientiert, imperialistisch, nationalistisch und dezidiert antiwestlich eingestellt, mit merklichen bolschewistischen beziehungsweise stalinistischen Sympathien, dominiert von herausragenden Intellektuellen wie dem Linguisten Nikolaj Trubezkoj, dem Geographen Pjotr Sawizkij, dem Historiker Georgij Wernadskij und dem Musikologen Pjotr Suwtschinskij, die im wesentlichen die theoretischen Grundlagen der eurasischen Ideologie ausgearbeitet haben, an die der Neoeurasianismus nun anknüpft, wobei er sie um eine reichlich diffuse religiöse Dimension ergänzt.


    Erst unlängst hat Igor Wischnewezkij in einer aufsehenerregenden Studie nachweisen und dokumentieren können, welch außerordentlichen, vor allem propagandistischen Anteil die Musikkultur der russischen Moderne an der Verbreitung der eurasischen Idee seit 1920 bis in die Jahre des stalinistischen Staatsterrors gehabt hat. Sergej Prokofjew, zurückgekehrt in die Sowjetunion und zum Volkskünstler avanciert, schrieb aus Anlaß des zwanzigsten Jahrestages der Oktoberrevolution eine große eurasianisch inspirierte Kantate und wenig später auch ein konzertantes Trinklied auf den Diktator.


    Im Sinn und Geist des Eurasiertums haben sich auch die Komponisten Artur Lurje, Igor Strawinskij und Igor Markewitsch engagiert, sei es mit programmmusikalischen Werken, die östlichen Primitivismus gegen westlichen Formalismus ins Spiel brachten, sei es (wie Lurje oder Suwtschinskij) mit eigenständigen theoretischen Schriften und politischen Deklarationen. Auf singuläre Weise gingen hier das Komponieren, die Abfassung musikästhetischer Programmschriften sowie philosophische Reflexionen "im Geist der Musik" eine produktive Verbindung ein, freilich allzuoft in unkritischer Annäherung an die stalinistische Sowjetunion.


    Eine neue Kulturepoche


    Strawinski, der von solcher Sympathie unberührt blieb, gab schon 1914 gegenüber Romain Rolland seine Verachtung für die Dekadenz der westlichen Musikkultur zu erkennen und sah für Rußland "die Rolle eines herrlichen barbarischen Landes", das erfüllt sei von "Keimlingen neuer Ideen" und "potent genug, den Weltgedanken zu befruchten". Reife oder gar Vollkommenheit, wie Strawinski sie in der europäischen Musik erreicht sah, hielt er für den "Anfang des Untergangs", für die "niedrigste Stufe der Lebensfähigkeit". Damit knüpfte er allerdings bloß an Leo Tolstois Generalabrechnung mit der tradierten "hohen Kunst" an - zugunsten einer neuzu- schaffenden "Volkskunst".


    Die Pioniere des Eurasiertums gingen von einem "organischen" Kultur- und Kunstverständnis aus, das an Begriffen wie "Kraft" und "Reife", "Blüte" oder "Zerfall" orientiert ist und das an Oswald Spenglers kulturtypologische Klassifizierungen in dessen "Untergang des Abendlandes" (1918 bis 1922) erinnert. Dieser "Untergang" wird nun von den Neoeurasiern wortreich herbeigeredet in der Überzeugung, daß danach eine qualitativ neue Kulturepoche folgt, welche weder europäisch noch asiatisch, sondern eben eurasisch sein wird - angeführt vom rußländischen Vielvölkerstaat, einer "vollkommen eigenständigen ethnischen Gemeinschaft", die allein in der Lage sei, den West-Ost-Konflikt geopolitisch zu bereinigen. FELIX PHILIPP INGOLD

  2. #2
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    Ich habe den Artikel nicht fertigelesen aber es freut mich daß mann von Eurasien ausgeht und nicht Von Eurabien wie bestimmte sogennante Intellektuellen ohne Sachverstand blappern..
    Auserdem die sogenanten Grenzen die der Mensch aufgebaut hatt für selbst Interesse und meistens bloß aus Angst werden immer relativer....
    In Grundegenommen Wo Fängt Asien An Und Wo Europa?ist Russland Europa Oder Asien?und Iran?::
    l'uomo superiore è cauto nel parlare e pronto nell'azione".

  3. #3
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    Citazione Originariamente Scritto da TANGDAREN Visualizza Messaggio
    In Grundegenommen Wo Fängt Asien An Und Wo Europa?ist Russland Europa Oder Asien?und Iran?::
    * Meiner Ansicht nach sind Religion und Kultur eines Landes innig miteinander verflochten, so dass ich die Grenzen Europas mit wenigen Ausnahmen (Bosnien, Albanien, Mazedonien) mit den Grenzen des abendländischen Christentums identifiziere. Demnach wäre zumindest der europäische Teil Russlands Europa, aber die gesamte Türkei Asien. Iran? Logo, Asien!

  4. #4
    Melkitzedeq
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    Citazione Originariamente Scritto da Mitteleuropeo Visualizza Messaggio
    Eurasien war schon immer da: allgegenwärtig Nach dem Untergang des Abendlandes Die russischen Neoeurasier haben eine geopolitische Vision
    Salve, scusate esiste una traduzione di questo articolo?

  5. #5
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    Citazione Originariamente Scritto da Melkitzedeq Visualizza Messaggio
    Salve, scusate esiste una traduzione di questo articolo?
    Non ancora. In 4 parole:

    1. Il concetto di Eurasia non è nuovo: pone l' asse Siberia-India al centro del mondo, invece del Mediterraneo (o dell' America, come fanno "loro") e considera una specie di ascendenza mistica dell' umanità da quelle zone.

    2.L' Eurasia è destinata secondo i suoi seguaci, a ricevere energia dalla sua terra e dal sangue dei suoi abitanti (riferimenti a Spengler per il sangue e a Stravinski per la terra, oltre che a Tolstoj, per le sue radici arcaiche popolari russe.

    3. La giovane, più che giovane, mi sembra sia il caso di dire "ringiovanita", Eurasia, è in grado si imporsi come una specie di "patria di tutti gli uomini" e di sostituire la sua vitalità alla decadenza attuale (non è scritto a chiare lettere, ma mi sembra ovvio che intenda il sistema demoplutoliberalmassonico)

    Alla fine viene respinta l' appartenenza del popolo russo sia all' oriente che all' occidente e gli viene rivendicato un ruolo autonomo.

  6. #6
    Melkitzedeq
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    Grazie mille, molto interessante.

  7. #7
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    Ich meine, im Grunde genommen hat er gar nicht so Unrecht, aber die Formulierung seiner Gedanken ist höchst peinlich. Meinungen dazu?

    Aus www.atheney.ru

    Meine Damen und Herren! Russische Freunde und Mitkämpfer!

    Hier in Moskau, aus vielen Ländern der Welt, treffen wir uns – inmitten Rußlands: dieses innere Reich, das wir in uns tragen, weil wir immer gespürt haben, daß das Brudervolk der Russen ein Teil von uns selbst war und ist. Und wir treffen uns, um anzukündigen, daß wir entschlossen sind, alles zu tun, um das weitere Bestehen der weißen Völker zu gewährleisten. Denn eines steht fest: die zukünftigen Zeiten werden Zeiten eines Kampfes sein, von dem das gesamte biokulturelle Schicksal Europas abhängen wird. Denn Europa ist in die elendsten Jahre des langsamen Todes eingetreten, und die Wenigsten begreifen es. Der titanische Kampf zwischen Rassenvernichtern und Ethnokraten hat begonnen am Anfang des 21. J., am Ende der Inkubationszeit eines lange unsichtbaren Virus der inneren Dekadenz.

    Zeiten der Dekadenz sind Zeiten von Verwirrungen und Desorientierung: Angefangen mit Wörtern, die man von ihren etymologischen Wurzeln entfremdet. Das System handelt nämlich nach Derrida, dem jüdischen Philosophen, der die Welt zu demontieren versuchte: es dekonstruiert zuerst die Sprache, um danach die Traditionen, die Institutionen und die Gesetze verbal zu zerstören, Vorstufen einer radikalen Dekonstruktion unserer identitären Grundbestimmungen, um schließlich widerstandslos die schlichte Ausrottung der Völker herbeizuführen. Die Neu-Eroberung der Ideen verlangt deshalb eine Neu-Eroberung der Begriffe und eine Rück-Aneignung ihrer Bedeutungen: Weil man die Instinkte nicht erwecken kann, ohne zuvor die mentalen Verirrungen, die den Geist orientierungslos gemacht haben, aufzulösen; genauso wenig, wie man die Welt neu-ordnen kann, ohne zuvor die Konzepte selbst in Ordnung gebracht zu haben. Dies impliziert einen ständigen Gegenangriff auf alle Terrorisierungen des political correctness, letztere nichts anderes als die Kriegslist eines Feindes, der genau weiß, daß, je mehr die Sprache eines Volkes pervertiert wird, desto mehr wird auch sein Geist verfälscht und seine Widerstandskraft geschwächt. Denn wenn ein Volk anfängt, sich selbst nicht mehr zu genügen, ist dieses Volk reif für die Sklaverei – und hier beginnt seine Dekadenz. Aber, wenn ein Volk die Erbanlagen einer fremden Rasse aufsaugt, dann, meine Damen und Herren, unterschreibt es sein biologisches und kulturelles Todesurteil für alle Ewigkeit. Und da endet seine Dekadenz. „Aufblühen und Fruchttragen“, meinte Spengler, „müsse Welken und Tod zur Folge haben“. Aber das ist falsch. „Eine Rasse altert nicht, Erblinien altern nicht. Nur gemordet werden kann die Rasse, wenn ihre Bevölkerung schwindet oder wenn sie sich vermischt“. Ein kolonisiertes Volk kann an seine Wurzeln zurückkehren. Ein vermischtes Volk hat keine Wurzeln mehr.

    Benjamin Disraeli schrieb im 19. Jh.: „Die Rasse bedeutet alles, und jede Rasse, die sich mit anderen Rassen mischt, muß untergehen. Niemand darf das Rassenprinzip mit Gleichgültigkeit behandeln. Denn es bildet den Schlüssel zur Weltgeschichte!“ Biologie, Zytologie, Psychologie, Genetik haben Disraeli glänzend bestätigt. Russische Forscher wie Bogdanow oder Sikorskij, Forscher wie Eickstedt, Heberer, Schwidetzky, Mayr, Cattell, Riedl, Lorenz, Eysenck, Eibl-Eibesfeldt haben die grundlegenden Unterschiede zwischen Rassen und Kulturen herausgestellt. Die multirassische Wahnlehre führt in einen sanften Genozid, der nichts anderes ist als der Ausdruck einer zutiefst rassenverachtenden, weil rassenvernichtenden Gesellschaft. Die Rasse ist Natur- u. Lebensgesetz, das Ergebnis einer Phylogenese. Ihre Zerstörung dokumentiert das Hauptverbrechen an allen Völkern der Welt. Die natürliche Heterogenität dieses Erdballs nährt sich aber von der inneren Homogenität der Völker! Kulturen sind Ausdruck einer einzigartigen Geisteslage, das originelle Spiegelbild der seelischen Beschaffenheit der Völker. Die Welt ist multikulturell nach Maßgabe des homogenen Gleichgewichts der Kulturen und Völker. Rassenkenntnis fördert Rassenachtung, Rassenunkenntnis und Multi-Kulti fördern dagegen Intoleranz und Rassenmord. Hier allein liegt der Schlüssel zum Verständnis der Rassenfrage! Die Zukunft gehört aber den Ethnokulturen, die sich weder durch Ideologien noch Religionen auslöschen lassen. Hier liegt unsere erste Chance!

    Die Neue Kultur ist deshalb an drei Voraussetzungen gebunden:

    1. Ohne Ideen, die sich innerhalb einer die Welt, das Leben und die Menschen umfassenden Anschauung bewegen, gibt es keine Alternative. 2. Ohne Strategie, die diese Ideen zu lenken hat, gibt es keinerlei Eroberung. 3. Ohne den Willen zur Tat und zum Engagement, kann es keine Revolution geben. Ab 1968 in Frankreich, Belgien, Italien, Spanien und am 14. Juli 1980 in Deutschland gründeten junge Akademiker die ›Neue Kultur‹, die heute Terre et Peuple in Frankreich heißt, Tierra y Pueblo in Spanien, Synergien in Belgien oder in Rußland, Thule-Seminar in Deutschland. Die NK gleicht einem Laboratorium der Ideen. Unsere Weltanschauung ist aber mehr als eine Ideologie: Sie entspricht einem Gebäude grundlegender Werte, die seit Jahrtausenden in den europäischen Völkern lebendig sind. Sollten wir keinen Erfolg haben, käme die geschichtliche Wirksamkeit der europäischen Völker zum Erliegen. Folglich ist der Einsatz, um den es geht, von historischer Bedeutung.

    Punkt 1: Wir entstammen den Völkern der Ilias und der Edda, nicht denen der Bibel. Die Geschichte des Christentums ist die Geschichte eines ständigen Kulturkrieges gegen die griechisch-römischen und keltisch-germanischen Werte – zwischen dem 2. und dem 10. Jh. Nur durch eine Synkretismusarbeit, die ihre volle Tragweite erst zu Beginn der Neuzeit erlangte, konnte sich die fremde Dogmatik durchsetzen – vor allem durch seine Verweltlichung, die hauptsächlich in der Reformation und Gegenreformation, der englischen Revolution im 18. Jh., dem Marxismus und Liberalismus im 19. und 20. Jh., erfolgte. Der judäöchristliche Monotheismus war und ist deshalb die Gebärmutter des Westens. Und in der westlichen Zivilisation gibt es nichts anderes zu erblicken als die folgenschwerste Abwandlung jener Religion, in der Nietzsche das verhängnisvollste Ereignis unserer Geschichte sah, als er von der „anti-arischen Religion par excellence“ sprach. In der Tat ist die okzidentale Zivilisation nichts anderes als die nahtlose Übertragung der traditionellen biblischen Mythen ins Ideologische, wie z.B. der Wille zur Reduzierung aller Vielgestaltigkeiten dieser Welt auf die alleinige Figur des Homo Occidentalis der Menschenrechte und des gleichmachenden Universalismus. Ebenso auffallend sind die Ähnlichkeiten zwischen dem Alleingültigkeitsanspruch eines biblischen Dogmas und dem bewaffneten Totalitarismus einer US-Diktatur, die in ihrem Herrschaftsanspruch ebenso unbeugsam und in der Anwendung ihrer Gesetze genauso intolerant ist. Aus den jüngsten Erklärungen der UNO geht eindeutig hervor, daß der Westen unter amerikanischer Fuchtel immer häufiger dazu übergehen wird, jeden Widerstand von Völkern niederzubrechen, die sich die Niederwerfung ihrer angestammten Kultur durch eine Weltzivilisation nicht gefallen lassen wollen. Die Ideologie der Menschenrechte ist als das wahrzunehmen, was sie wirklich ist: das ideologische Alibi des Okzidents, um allen verwurzelten Völkern dieser Welt den totalen Krieg zu erklären!

    Geben wir deshalb den Kirchenvätern zurück, was ihnen gebürt: das judäochristliche Europa des verzwitterten Okzidents. Und Apollo, Caesar und Faust das, was ihnen gehört: die polytheistische Toleranz heidnischen Ursprungs, die organische Philosophie und Demokratie, die Ethik der Ehre, das Recht der Völker. Kurzum: das indogermanische Europa des Homo Europaeus, ob griechischer, römischer, germanischer, keltischer oder slawischer Ursprung. Der Okzident ist weder ein Volk noch eine Kultur, sondern nur ein Zivilisationssystem, status quo einer geographischen Inbesitznahme des Planeten. Diese Zivilisation ist wiederum nichts anderes als das Sammelbecken aller Ideologien, die den heutigen Universalismus und Egalitarismus ausmachen. Die NK ist außerhalb des Systems beheimatet, jenseits von rechts und links, weil ihr Gegensatz zum Egalitarismus umfassend ist. Sie hat überhaupt nicht vor, diese Gesellschaft zu reformieren: das hieße sie zu lutherisieren; wohl aber, sie zu nietzscheanisieren! Ihre Künstler, Politologen, Wissenschaftler sind durch ihre Opposition zu den Normen und Werten des Systems keineswegs Konservative, aber Mutanten in der Avant-Garde der ethnokulturellen Modernität wissend mit Martin Heidegger, daß „die geistige Welt eines Volkes nicht der Überbau der Kultur (ist), sondern die Macht der tiefsten Bewahrung seiner erd- und bluthaften Kräfte als Macht der innersten Erregung und weitesten Erschütterung seines Daseins“!

    Punkt 2. Wir sind die einzigen, die den Ethnosgedanken konsequent vertreten. Wir wissen, daß die 4000jährige europäische Kultur in einem einzigen Volk wurzelt. Die Bevölkerungen lateinischen, hellenischen, germanischen, keltischen und slawischen Ursprungs sind alle Erben ein und derselben anthropologischen, kulturellen und linguistischen Wurzel. Die Indoeuropäer gaben allen europäischen Völkern ihre Sinnesart, ihre Kultur, ihre Sprache. Die Völker Europas besitzen also seit Anbeginn ihrer Geschichte das gleiche kulturelle, sprachliche und anthropologische Fundament. Die Differenzierungen entsprechen ebensovielen melodischen Linien in der gleichen Sinfonie. Die europäische Vision eines Eurosibirisch–geeinigten Kontinents ist demnach keine Utopie, meine Damen und Herren. Die römischen und skandinavischen Götter sind verwandt. Die griechische, die lateinischen, die slawischen oder die germanischen Sprachen drücken jede auf ihre Weise eine ähnliche Geistesart aus. Die Mannigfaltigkeit in der Einheit innerhalb des gleichen Sakralen bilden den Angelpunkt des indoeuropäischen Erbes. Dieses Verhalten gründet auf einem Wertgefüge, das den Indoeuropäern ermöglichte, einen Parthenon zu bauen, die organische Demokratie zu erfinden, Imperien zu gründen, das Recht festzulegen, die Technik und die Wissenschaft zu schaffen. In der Tat, ähnelt Europa einem Kopf, der mit germanischen, keltischen, romanischen, slawischen Gesichtern versehen ist. Und diese Gesichter spiegeln wiederum die verschiedenen Facetten ein und derselben Gestaltungskraft, ein und desselben Verständnisses der Natur, der Menschen und der Welt. Dies ist nur möglich, weil das verbindende Element über das politisch Trennende hinweg die gemeinsame anthropologische Herkunft ist! So fühlen wir uns verwurzelt vom entferntesten Irland bis zum entferntesten Ural. Die Vision dieses eurosibirischen Reiches ist das modernste Modell, denn es entwirft auf eidgenössischer Basis eine Einigung Europas in allen Bereichen, ohne in die nationalen Verschiedenheiten einzugreifen! Dieses Reich kann nur auf einer organischen Demokratie basieren, selbst Spiegelung einer Ethnokratie, in der Erkenntnis, daß es keinen Menschen an sich gibt, sondern nur Menschen in der Prägung ihrer ethno-kulturellen Erscheinung. Das ist unsere zweite Chance!

    Wie wollen wir das Ziel erreichen? Die Welt wird von Ideen verändert. Die Kriegsschule des kulturellen Angriffs heißt Metapolitik. Die Geschichte unserer Völker ist mit metapolitischen Einschlägen übersät. Die Geschichte des Christentums ist auch die Geschichte eines erfolgreichen Kulturkrieges gegen die europäischen Werte. Die Metapolitik ist aber auch der Versuch, das Politische und das Religiöse wieder miteinander zu verbinden, damit die spezifischen Werte der indoeuropäischen Weltanschauung wieder tiefgreifend auf die politische Sphäre einwirken können. Die Metapolitik ist im Grunde die Rückkehr zum Politischen über das Kulturelle. Die erste metapolitische Wirkung unserer Ideen ist eigentlich nicht mehr zu übersehen. Die weltanschaulichen und kulturellen Debatten in Europa stellen zunehmend nicht mehr nur eine Linke und eine Rechte gegenüber, sondern Biblismus gegen Neopaganismus, Kosmopolitismus gegen Identität, Amerika gegen Europa. Von der Iberischen Halbinsel bis nach Hellas, vom italienischen Stiefel bis Rußland haben die Vorposten der Neuen Kultur verschiedene Nationalitäten, aber dasselbe Vaterland: Eurosibirien! So führt uns die Schwere dieser Stunde zusammen. Noch nie haben wir Deutsche und Russen, Franzosen und Italiener, Spanier und Schweizer, Bulgaren und Kroaten, Flamen, Iren uns so eins gefühlt wie in dieser Zeit! Denn noch niemals hat uns das Gefühl der vollkommenen Zusammengehörigkeit, des bedingungslosen Hingabe an das Schicksal einer Blutsbrüderschaft so erfüllt wie jetzt! Das ist unsere dritte Chance!

    Das System besitzt noch die Spielkarten des Politischen. Aber was sind die Spiele ohne die Trümpfe? Wir haben nicht viel mehr als unsere Ideen, unsere Überzeugungen und unseren Willen. Wir besitzen jedoch, meine Damen und Herren, den Haupttrumpf: Wir wissen nämlich, wohin wir gehen, weil wir wissen, woher wir stammen. Wir besitzen das Gedächtnis der Geschichte und des Mythos in unserem Ethnos, das Bewußtsein einer ununterbrochenen Ahnenreihe, von der wir noch das kostbarste Privilegien inne haben, nämlich das Privileg, ihnen zu ähneln.

    Was wir brauchen, sind klare Leitlinien, unbeugsame Prinzipien, kompromißlose Werte, einen unerschütterlichen Glauben an unsere Kultur und an unser Volk. Denn eines wissen wir: ewig bleiben wir, nur solange wir das Gesetz bewahren, das die Menschen wandelt, ohne zu verändern, das Gesetz, das auch der einzige Gott ist, dessen Namen wir kennen: Vererbung. Entfesseln wir deshalb gemeinsam die furia francese, von der Guillaume Faye spricht, zusammen mit der furia spagnola, teutonica, italiana, russa, bulgara, croata oder islandese – und es werden sich neue Kräfte bündeln, die diese Welt erneut auf das Fundament des Lebens stellen werden. Die Front war noch nie so klar gezeichnet wie jetzt: auf eine Seite die Kinder der Edda und der Ilias, Kinder aller Athen und aller Thule; auf die andere Seite, die Rückkehrer der Bibel, Kinder aller Jerusalem und aller Chicagos. Der Sieg aber ist immer bei denen, deren Wille härter ist! Und der Wille derer wird härter sein, die sich im Recht wissen. Und im Recht weiß sich der, der das Naturgemäße will! Die Neue Kultur steht vor der größten Herausforderung: Europa zu erwecken, damit ein neues Zeitalter der indogermanischen Kultur wieder beginnen kann. Wir wissen, daß man die Welt, nicht ändern kann, aber man kann eine neue Welt erdenken! Man kann wohl die Geschichte nicht wiederholen, aber man kann ein Schicksal neu schaffen! Man kann vermutlich die Menschen nicht ändern, aber man kann ihrem Leben einen neuen Sinn verleihen! Bündeln wir deshalb unsere Ideen und unseren Willen, von Madrid bis Moskau! Erheben wir uns! Erobern wir wieder das Urfeuer unseres Ethnos, das ewig rollende Rad aus dem das Werden erneut geschehen muß! Wissen, einige uns! Wille, siege für uns! Es lebe Eurosibirien!


    Dr. Pierre Krebs
    Moskau 7.-10.06.2006

 

 

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