
Originariamente Scritto da
Mitteleuropeo
* Ich verstehe ohne Weiteres die österreichische Auslegung des Begríffes "Deutschnational", sie ist in Deutschalnd nicht so scharf artikuliert.
Heute sind Österreich und Deutschland, auch mentalitätsmäßig, zwei unterschiedliche Nationen, die auf unterschiedliche Kulturgeschichten zurückblicken. Es liegt mir fern, als bundesrepublikaner Deutscher, mich für einen Anschluss Österreichs einzusetzen, das tun nur solche Menschen, wie Cossiga, die unser Selbstbewusstsein nur aus Lektüren kennen.
Nichtdestotrotz bin ich für eine Heimführung Südtirols, nichr "heim ins Reich", sondern in ein republikanisches Österreich, zusammen mit den Brüdern aus Nord- und Osttirol.
Ich habe mit eigenen Augen gesehen, mit den Augen meiner Großeltern mitgefühlt, was der erzwungene Verlust der eigenen Identität bedeutet: es ist ein Kapitel in der Geschichte Europas, das bedauerlicherweise nie in die Schlagzeilen der Zeitungen erscheinen wird. Mein Großvater und sein Vater haben sich in Karfreit bekämpft und der Großopa hat die Situation nicht verkraftet und hat sich selbst unter tragischen Umständen umgebracht.
Also, möchte ich anregen, dass sich Südtirol endlich mit einer Volksabstimmung über die eigene Zukunft äußern könne, in Triest werden sicherlich unsere aus politischen Gründen als Italiener getarnten Deutsche und Österreicher begrüßen, wenn man bei unseren Brüdern in Südtirol eine Entscheidung treffen wird, die wir gerne 1918 selbst getroffen hätten, uns aber verwehrt wurde.
Ich respektiere das Verlangen der Österreicher nach einer eigenen Nationalität, möchte aber betonen, dass unsere Nationen historisch und kulturell verbunden sind und daher gut beraten wären, freundschaftiche Beziehungen miteinander zu unterhalten. In Triest sind sie sich spinnefeind und deswegen bekommen wir keine Unterstützung seitens der Regione.
Büs de Tach, vun de Waterkant an de Alpen! Störtebeker grüßt Hofer, will ihn aber nicht vereinnahmen!