Landesversammlung: Schmerzhafte aber notwendige Entscheidung
Als schmerzhafte aber notwendige Entscheidung bezeichnet der Landtagsabgeordnete der Union für Südtirol, Andreas Pöder, die gestern von der Landesversammlung der Union mit knapper aber mit absoluter Mehrheit beschlossene Strukturreform. Damit wird eine seit eineinhalb Jahren bestehende interne Lähmung aufgehoben. Die Volkstumspolitik und die Selbstbestimmung werden weiterhin die zentralsten Anliegen der Union bleiben, betont Pöder. Aber auch der Ausbau der Themenlandschaft und die Organisation der Basisstrukturen wird wieder verstärkt eine Rolle spielen. „Nicht das volkstumspolitische Lager hat die Union verlassen sondern einige wichtige Vertreter der Volkstumspolitik. Und dies nicht aus politischen sondern aus persönlichen Gründen, wie gestern klar wurde. Die Union hat gestern auf der Landesversammlung auch in einer Resolution mit aller Deutlichkeit die Selbstbeststimmung und die Einheit Tirols als wichtigsten Punkt der politischen Arbeit bestätigt aber gleichzeitig auch den Aufbau und den Ausbau der Partei und der Themenlandschaft unterstrichen. Die Tatsache, dass der eigentlich gewollte Prozess des Stärkerwerdens durch Austritte einen Dämpfer erhält ist bedauerlich. Aber demokratische Entscheidungen der Basis sollten von politischen Funktionären und Verantwortungsträgern respektiert werden.“
L.Abg. Andreas Pöder Pöder unterstreicht, dass man sich sofort auf die Begrenzung des Schadens und gleichzeitig auf die Reorganisation konzentrieren werde.“
Die angekündigten Austritte von Eva Klotz und Sepp Mitterhofer sind sehr schmerzhafte Verluste für die Union, haben sich aber bereits in den letzten Wochen und Monaten abgezeichnet: „Dennoch macht es betroffen, wenn derart gewichtige und wichtige Funktionäre nach einer demokratischen Entscheidung der Landesversammlung die Partei verlassen. Die Mehrheit war knapp, aber es war die absolute Mehrheit. Sollten mehrere Mitglieder die Partei verlassen, wäre dies ein großer Verlust, aber ich habe mit der Union schon einige schwierige Zeiten mitgemacht und immer wieder ist es der Union gelungen, sich wieder politisch stark zu positionieren.“
Pöder hofft, dass trotz der gestrigen wüsten persönlichen Beleidigungen und Angriffe von Klotz und Mitterhofer gegen ihn und andere Funktionäre ein Aufeinanderzugehen irgendwann wieder möglich sein würde.
„Ich habe in den vergangenen Jahren wiederholt die Hand gereicht auch gestern noch einmal, indem ich auf persönliche Untergriffe nie reagiert habe, aber sie wurde ebenfalls zum wiederholten Male ausgeschlagen. Die Alternative zur gestrigen Entscheidung wäre gewesen, bis zu den Landtagswahlen gänzlich handlungsunfähig zu sein.“




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