Die Union für Südtirol fordert Gerechtigkeit, nicht Gelder aus Rom.
Aus www.unionfs.com
Pöder: Landeseinheit Tirols jetzt bauen
Der Landtagsabgeordnete der UNION FÜR SÜDTIROL, Andreas Pöder, fordert Landeshauptmann Luis Durnwalder auf in der Frage der Zukunft Südtirols über den Tellerrand hinauszuschauen und nicht nur leere Drohungen in die Welt zu setzen. Pöder reagiert damit auf die Aussage Durnwalders in einem Interview mit der Tageszeitung „La Stampa“, in der Durnwalder mit der Rückkehr Südtirols zu Österreich droht, falls die Südtirolautonomie abgeschafft werde.
Pöder: „Wir müssen die Chancen zur Tiroler Landeseinheit und zu einer selbstbestimmten Zukunft Südtirols jetzt nützen und nicht erst, wenn der Staat Südtirol die Autonomie kippen sollte.
Es ist wohl grenzenlos naiv von einem Südtiroler Landeshauptmann, zu glauben, dass man dann, wenn der Staat die Südtirol-Autonomie in Frage stellen sollte, einen leichten Sprung weg von Italien hin zu Österreich schaffen könnte. Glaubt Durnwalder, dass der Staat dann zu Südtirol leise servus sagen würde? Wie man Durnwalder und die SVP-Führung einschätzen kann, würden sie auch in einer solche dramatischen Situation Mittel und Wege finden, sich mit Rom zu arrangieren.“
Pöder fordert stärkere Initiativen der Südtiroler Landespolitik, ausgehend von der jetzigen Autonomiesituation schritte zur Tiroler Landeseinheit und zur Gründung einer institutionalisierten Europaregion Tirol zu setzen. „Die Zukunft in Italien wird für die Südtiroler immer mehr zu einer Zitterpartie werden. Wenn wir unser Schicksal immer an die Frage knüpfen müssen, wer gerade in Rom an der Macht ist, dann werden wir irgendwann einmal ein böses Erwachen erleben. Aus einer solchen Situation heraus die Landeseinheit zu erringen wäre ungleich schwieriger als zum jetzigen Zeitpunkt konkretere Schritte der Institutionalisierung der Europaregion Tirol zu suchen.“
Pöder wirft Durnwalder vor, sich als autonomiepolitisch als Brandstifter und Feuerwehrmann gleichzeitig betätigen zu wollen: „Zuerst provoziert er die übrigen Regionen mit seiner Befürwortung der Angliederung neuer Gemeinden an die Region Trentino-Südtirol, bringt diese gegen die Südtirol-Autonomie auf und reagiert dann mit leeren Drohungen. Durnwalder soll klipp und klar sagen, dass es keine Angliederung neuer Gemeinden geben wird und dass die Südtirol-Autonomie nicht dadurch in Frage gestellt werden darf.“




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